Friday — 14.01.2011
Ägypten ~ Egypt - Sinai & Sahara

In vier Tagen radeln wir quer durch Sinai von Nuweiba nach Suez. Da wir uns aufgrund der unsicheren politischen Lage entschieden haben nicht durch den Sudan und Jemen zu fahren und einen Flug vermeiden wollten, versuchten wir bereits am Hafen von Nuweiba ausfindig zu machen ob und wie man auf dem Seeweg in den Oman gelangen könnte. Mit Hilfe von Maged waren wir sogar beim Hafenchef von Nuweiba, doch er konnte uns auch nach Abklärungen mit dem Hafen von Alexandria keine Lösung bieten. So versuchen wir in Taba zum Hafen zu gelangen, aber auch das ist nicht möglich da wir dann bereits den Ausreisestempel für Ägypten im Pass hätten. Also setzen wir unser Hoffnung in Suez und klappern ein paar Büros ab. Schlussendlich finden wir Ayman, einen Schiffzulieferer, welcher die Möglichkeit sieht uns als Passagiere auf ein Cargo-Schiff zu bringen. Als Gegenleistung unterrichten wir seine Kinder in Englisch und Mathematik. Die Zeit verstreicht, es gibt Aussicht auf ein Schiff, doch wir müssen noch nach Kairo um unser Visum zu verlängern. Bei dieser Gelegenheit besuchen wir auch die Pyramiden von Giza. Die Sache mit dem Schiff wird unklarer, verzögert sich, und so beginnen wir Visa für weitere Länder zu beantragen.
Irgendwann heisst es dass es am 4. Januar ein Schiff für uns geben sollte. Also gehen wir zurück nach Suez. Doch die Sache wird immer unklarer und am Schluss heisst es dass die Crew des Schiffes eine Indische sei und dass die Nadja „auffressen“ würden (was auch immer das heissen mag). Trotzdem wird uns noch Hoffnung auf spätere Cargo-Schiffe gemacht. So entscheiden wir uns mit dem Rad durch einen Teil der ägyptischen Sahara zu fahren. Das Vorhaben hat sich gelohnt, die Photos im Album sagen mehr als Worte. Leider leider gibt es bis heute kein Schiff das uns mitnehmen möchte und so versuchen wir heute per Flugzeug in den Oman zu fliegen. Allerdings wurde uns im Reisebüro kein Ticket gegeben da wir mit den Rädern etwas „oversize“ Gepäck haben. So fahren wir heute einfach an den Flughafen und hoffen dass sie uns mitnehmen. Da gibt es wohl noch einiges zu feilschen. Darum... drückt uns die Daumen :).

In Ägypten haben wir so allerhand Kuriositäten erlebt. Zum Beispiel wurden wir bei einigen der vielen üblichen Polizei-Checkpoints bereits erwartet. Dann hiess es: „Ah, die Schweizer, die nach Cairo wollen“. Und dann wurden wir zum Tee eingeladen. Doch wir wollten lieber weiter fahren, aber das liessen sie dann nicht zu. So wurden wir praktisch zum Tee gezwungen.
Und wenn man in Ägypten irgendwo ansteht, sei es nun um das Visum zu verlängern oder um ein Glacé zu kaufen, dann stehen die Frauen und Männer getrennt in einer Warteschlange an. Bis wir das raus hatten, gabs natürlich einige Male halbe Aufstände deswegen. Aber in diesem Land wird eh gerne schnell mal rumgeschrien, also alles halb so wild.
Wie bereits in anderen arabischen Ländern wird das Brot vom Staat subventioniert. Wenn man also bei der richtigen Bäckerei ansteht, dann kosten 20 Fladenbrot gerade mal 20 Rappen. An jedem anderen Strassenstand, wo man Brot kaufen kann, blättert man jedoch das 10fache für ein Brot hin. Und der Verkäufer meint dann mit einem Grinsen: „Wenn du bei mir kaufst, bezahlst du meinen Preis“.
Und dann wären wir auch schon beim nächsten Thema. Wir wurden noch in keinem Land so oft angelogen wie hier. Für jede Gelegenheit gibts eine unpassende, faule Ausrede. Dazu hätten wir einen Haufen weitere Geschichten...
Wir haben hier aber auch wieder Freundschaften mit lieben Leuten geschlossen, die wir sehr gern gewonnen haben.


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In four days we cycle across Sinai from Nuweiba to Suez. Because of the uncertain political situation, we have chosen not to cycle through Sudan and Yemen. But at the same time we wanted to avoid a flight, so we already tried at the port of Nuweiba to check whether and how to go by sea to Oman. With Maged`s help we already talked to the chief at the port of Nuweiba, but he couldn’t offer us a solution, even after calling the port of Alexandria. So we triy to go to Taba port, but that was not possible because then we would have got an exit stamp into our passport. So we put all our hope in Suez and trawle a few offices. Finally, we find Ayman, a marine supplier, who provides us the opportunity to go as a passenger on a cargo ship. In return, we teach his children in English and mathematics. Time passes, there is a chance for a ship, but first we have to go to Cairo to extend our visa. On this occasion, we also visit the Pyramids of Giza. The Case of the vessel is unclear, delayed, and so we begin to apply for visas for other countries.
At some point, a ship leaving Suez on January 4 seems to fit. So we go back to Suez. But the thing is still unclear and in the end it means that the crew of the ship was an Indian and that they would "eat" Nadja (whatever that means). Nevertheless, we still hope for future cargo ships. So we decide to bike through a part of the Egyptian Sahara. The project was worth it, the photos in the album speak louder than words. Unfortunately there is still no ship that would take us and we are now trying to fly by plane to Oman. However, the travel agency in downtown Cairo didn’t give us a ticket because with our bikes we have slightly "oversize" luggage. So we drive to the airport just now and hope we can solve it there. There will be probably still some bargaining. So ... Wish us luck:).

In Egypt we have experienced all sorts of curiosities. For example when we cycled, we were already expected at some of the many police checkpoints. Then the policeman said: "Ah, the Swiss, who want to cycle to Cairo." And then we were invited to tea. Anyway, we rather wanted to go further but they didn’t let us. So we were practically forced to drink tea.
And if one stands in a row in Egypt, whether to extend the visa or to buy an ice cream, then the women and men are separated in a queue. Until we figured that out, there was a kind of revolte. But in this country they make a fuss about everything, so it`s half as bad.
As in other Arab countries, the bread is subsidized by the state. So if one buys in the right bakery, 20 bread cost just 20 cents. On any other street, where you can buy bread, you pay 10 times more. And the seller then says with a grin: "When you buy with me, you pay my price."
This leads us to the next topic. People lied at us as much as we didn’t experience before. For any occasion, there's a lame excuse. For this we have a bunch of other stories ...
Nevertheless, we have made some great friendship here and met very friendly people especially in the oases.

Comments

tas: hehe geili story mitem cargo ship.. de het eifach welle sini tocher no chli länger fördere ;) ja demfall wiiterhin gueti reis! greeeets tas
Christina:: Hallo zusammen, bin wirklich froh, wieder etwas von euch zu hören. Danke für die Karte, habe sie diese Woche bekommen. Was ihr erlebt, das müsst ihr unbedingt mal nach eure Heimreise an einem, oder ich denke an mehreren Abenden, preis geben. Auf diese Fotos von der Wüste habe ich praktisch gewartet. Einfach sensationell, und was ihr auf euch nehmt. Nicht zu unterschätzen. Find ich ganz toll. Mir wären das zu grosse Strapazen. Aber toll, dass es solche Menschen wie euch gibt. Verfolge alles auf meinem Laptop, seit ich ihn habe. Wartete schon lange wieder auf einen neuen so spannenden Bericht. Habe auch WA gelesen. Einfach SUPER!. Wünsche euch weiterhin viel Erfolg und Gelingen eurer Reise. Toi Toi Toi Christina.
andy.msc;-): e coole bricht! danke, dass dr uns teilnäh lönd…de chame sälber au e chli tröme über e sone trip…SUPER – wyter so!!! machets guet!
Sandro: Flugi isch doch besser als Schiff, ich spiel momentan nämlich immer mit somene Flugzüüg und das isch uu lässig!
Delia: Aegypte Aegypte das isch so es schwierigs Wort.. zum guete Glück sind ihr jetzt im Oman :-)
Roman: Trotz broken car des Kollegen der uns an den Flughafen bringen wollte, Ueberschwemmungen auf den Strassen von Kairo da es geregnet hat, Stau ohne Ende... Irgendwie sind wir mit allem Gepaeck in Muscat angekommen, Velos am Flughafen zusammengebastelt und bereit um die Strassen von Oman unsicher zu machen :o) Danke fuer eure Kommentare :)
nadja: mer sind erscht 10 minute vor em abflug bim boarding gsi. und daenn haends agfange em roman sis gapaeck usenand neh, wil er sini 4 schwere chettine is handgepaeck gno het. und daenn haends auna s chlaebband gfunde (mit dem mer s velo vorher ipackt haend). die haend de roman agluegt wie en schwerverbraecher :). und haend natuerli eus noed mit de chettine wele uf de flug lah. mer haend protestiert, sie haend protestiert. schlussaendli haend mer si choenne mitneh, hehe.
tom: wünsch euch weiter noch eine gute reise; sieht alles ganz anschaulich aus der ferne...; bleibt gesund und nett zueinander
Raphi: tätowierti Kamel? Numegeil.
Canu: Hi guys! This sounds pretty chaotic...I didn't quite understand what happened with the ship and why they wanted to eat Nadj! You must have so many stories to tell! Anyway, I hope you made it to Oman sound and safe. Nadj, I'll send you an email soon with updates. Love you and many hugs!
Rici: haha...ich find dä mit de polizei luschtig ;-)) und s'proteschtiere wäg de chettine...jaja usduur muen mer ha,hä?! schick eui liebi grüesslis
nendaz connection: hey alles klaro?? supperr stories wieder.. hahahah.. die kamel sind würkli de hammer!!! mir wünsched eus übrigens na es guets neuis ;-)) hey brun, du fehlsch eusere Disziplin.. mir bruched eifach eine wo eus us de hütte jagt am morge früe..hehehehe.. halbtages charte ahoi!!! aber ja, de schnee isch eh nöd so de hammer.. defür swetter umso besser.. mir hoffed das negsch saison au wieder mit uf em berg bisch.. fehlt eu de schnee eigentli au es bitzeli???? jaja.. so isch das bi eus.. mir wünsched eu na wiiter e super reis und viiiiiiiil usduur!! cheerio us de snowy mountains!!!!!!
Tobias: Hey ihr zwöi, cool eui Pics und Bricht :)) @Roman: Isch aber scho lieb hesch d Nadja vo de gfrässige Inder beschützt ;) Häbet Sorg, us Ägypte sit dir ja jetzt zum Glück dusse. Viel Spass & viel Kraft!
Raphael und Sylvia: Traget Sorge! Viel Erfolg bei Eurem Abenteuer

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